Schneefall – da kommt Freude auf.

Sehnsüchtig wartet man als ATV-Fahrer auf den Schnee. Die Wetter Apps werden im Winter stündlich gecheckt, verbunden mit der Hoffnung, dass endlich Schnee fällt… Anfang Januar 2026 war es dann soweit. Es schneite und das Saarland wurde weiß. Welch eine schöne Farbe. Das Land versank verkehrstechnisch im Chaos mit Eis und Schnee. Sicherlich nichts schönes für die Autofahrer, noch schlimmer für die LKW- und Busfahrer, oder gar für die Rettungsdienste. Für uns ATV (Quad) Fahrer ein Paradies.

Als Schnee und Eis einsetzten, war mir als Feuerwehrmann klar, dass ich im Einsatzfall sicherlich nicht mit meinem Auto zum Gerätehaus fahren konnte. Die Autos wurden umgeparkt, damit die Garageneinfahrt frei war. Die zweiflüglige Tür der Garage öffnete sich und dahinter standen 50 PS Power mit Allrad und Differintialsperren. Die Batterie wurde gecheckt und ein Probelauf des Motors in Gang gesetzt. Wie gewohnt sprang der Motor mühelos an.

Nun wusste ich, dass der Weg zum Gerätehaus im Einsatzfall frei war. Es herrschte stundenlang in unserer Dorfmitte Chaos, bis die Räumfahrzeuge es endlich schafften, die Wege zu räumen. Es gab auch von einer sehr kleinen Gruppe Unwissenden Unmut darüber, dass die Feuerwehr nicht im Einsatz war. Dabei sind wir ja kein Streudienst und auch dafür nicht ausgerüstet. Wir haben andere Aufgaben und die nehmen wir sehr ernst. Alleine der Weg zum Gerätehaus wäre an diesem Tag eine Herausforderung, wenn überhaupt für die meisten nicht möglich gewesen. Es blieb ruhig und darüber können wir alle sehr froh sein.

Der nächste Tag wartete mit sehr schönen Wetter auf. Die Verkehrslage hatte sich entspannt. Meine Kamera war frisch aufgeladen und so begab ich mich mit meinem „Turbotrac“ auf eine schöne Tour auf die Höhen von Dirmingen, meinem Heimatort. Es war mir vergönnt, bei Männer kindlichem Spiel und Spaß, ein paar sehr schöne Fotos zu machen. Am Nachmittag setzte wieder etwas Schneefall ein und ich beschloss mich in’s warme Wohnzimmer zurück zu ziehen. Es war ein schöner Tag und trotz des Schneefalls gab es kein Chaos mehr. Die Leute vom Räumdienst haben sicherlich von Anfang ihren Job sehr gut gemacht, das steht für mich außer Frage. Eis und Schnee können Ausnahmesituationen hervorrufen. Wir nannten es früher schon „Winter“.

Im Nachgang zu dem Chaos im Dorf, stelle ich mir natürlich die Frage, ob das Verkehrschaos in diesem Maße überhaupt hätte sein müssen ? Klar, Leute die auf dem beruflichen Heimweg waren, hatten wenig Möglichkeiten und sind da rein geschlittert, aber viele hätten gar keine Probleme haben müssen:

– Die kommende Wetterlage war bekannt und mancher hätte sein Auto erst gar nicht bewegen müssen.
– Es waren einige Autofahrer immer noch mit Sommerreifen unterwegs.
– Auch abgefahrene Winterreifen sind suboptimal.
– Man hätte das Auto einfach im Dorf stehen lassen können und den Heimweg zu Fuß machen können.
– Im Winter ein Eimer Salz hatte ich schon immer im Auto. Bereits schon im Jahr 1981 bei der BW.

Es ist, dem Herrn sei gedankt, alles gut gegangen. Es gab keinerlei Personenschäden, vielleicht den einen oder anderen kleinen Blechschaden. Aber was ist schon Blech…minderwertiges Metall.

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